ITF Taekwon-Do in Deutschland - Ein steiniger Weg...

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ITF Taekwon-Do in Deutschland
Ein steiniger Weg...

Der Weg der ITF in Deutschland

Parallel zu der TKD Sektion im DJB existierten enorm viele Schulen und Vereine, die von Beginn an über ihre koreanischen Instruktoren mit der ITF zusammenarbeiteten. Der vernünftige Aufbau einer ITF-Organisation in Deutschland scheiterte aber an vielen Faktoren, die von persönlichen Differenzen bis hin zu Unterschlagungen geprägt waren. Selbst für Großmeister Choi Hong-Hi müssen diese Missstände zuviel geworden sein, denn er forderte bei einem Besuch in Deutschland 1982, dass der nationale Verband in Deutschland von einem deutschen Vorstand geleitet werden sollte. 1981 wurde die ITF-Germany, wie sie damals hieß, durch einen Umstand nochmals erheblich geschwächt: Eine Anzahl koreanischer Instruktoren, die bis dahin mit der ITF zusammengearbeitet hatten, gründeten mit ihren Schulen und den von ihnen ausgebildeten Schülern, die ebenfalls in Schulen und Vereinen als Trainer arbeiteten, den Deutschen TKD Bund (DTB), um sowohl von der ITF als auch von der WTF unabhängig zu sein.

Die Jahre 1982-1989

Im August 1982 wurde die ITF-Deutschland, mit Sitz in Kassel, gegründet. Dort wohnte der einzig verbliebene koreanische Trainer, der die Verbindung zur ITF aufrecht erhielt. Er war der technische Direktor der ITF-D und gleichzeitig der Vorsitzende des Disziplinarausschuss im Weltverband. Anfänglich sah es so aus, als sollte sich die ITF-Deutschland (ITF-D) von dem „Aderlass“ im Jahre 1981 wieder erholen.

Es wurden aber erneut zu viele Fehler gemacht und der Verband dermaßen heruntergewirtschaftet, dass er Ende 1988 kurz vor der Auflösung stand. Im Dezember trafen sich die wenigen noch verbliebenen Vereine, um über die Zukunft der ITF-D zu sprechen. Es wurde ein Konzept erarbeitet, wie der Verband zu retten sei. Am 16.04.1989 kam es zu Vorstandsneuwahlen und Paul Weiler wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit dem neuen Vorstand und der Verlegung des Sitzes von Kassel nach Köln, konnte die Arbeit beginnen.

Die ITF seit 1989

Die größte Schwierigkeit des Neuaufbaus bestand darin, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Zu oft waren die Trainer und Schüler enttäuscht worden, und deswegen dementsprechend kritisch. Demzufolge musste Leistung überzeugen, sowohl im organisatorischen als auch im technischen Bereich. Im Juli 1989 kehrte das Deutsche Nationalteam von den 13. Weltspielen der Jugend und Studenten bereits mit beachtlichen Erfolgen zurück und die Mitgliederzahlen stiegen wieder kontinuierlich an. Dieser Trend setzt sich immer noch fort.

Erfolge bringen jedoch auch Neider, und diese versuchten, die ITF-Deutschland mit heftigen Störmanövern aller Art von ihrem neuen Kurs abzubringen. Dass dieses nicht gelang, ist u. a. auch auf die Taekwon-Do-Tugend des Durchhaltevermögens und auf die geleistete Arbeit zurück zu führen.

Die ITF-Deutschland hat mittlerweile ca. 5.000 Mitglieder (nur der polnische Verband hat in Europa mehr Mitglieder). Die sportlichen Erfolge zeigen, dass die ITF-D International immer vorne dabei war (seit 1989 waren die Teams der ITF-D stets auf Medaillenrängen!), und organisatorisch hat die ITF-D ebenfalls große Erfahrungen gesammelt und Fortschritte erzielt.

Diese gipfeln in der Ausrichtung der 14. ITF-Taekwon-Do Weltmeisterschaft in Dortmund, vom 28.07.2005 – 31.07.2005.

Damit wird erstmalig in der Geschichte der ITF die WM in Deutschland ausgetragen, und zwar 40 Jahre, nachdem das erste ITF-Demo-Team unter der Leitung von General Choi nach Deutschland kam (siehe oben) und 50 Jahre nach der Namensgebung Taekwon-Do durch den Begründer Choi Hong Hi am 11.04.1955.



 

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